Krankheiten
Mit Hilfe einer Fettabsaugung können neben kosmetischen Korrekturen aber auch gravierendere Störungen im Fettgewebe erfolgreich behandelt werden. Zu diesen gehören insbesondere die Lipome, die so genannten Fettgeschwulste. Diese so gut wie immer gutartigen Tumore des Fettgewebes können sowohl durch einen herkömmlichen operativen Eingriff als auch durch eine weniger invasive Fettabsaugung behandelt werden. Lipome sind allerdings in der Praxis nicht nur meist gutartig, sondern bedürfen, zumindest aus objektiver medizinischer Hinsicht, auch so gut wie nie einer ärztlichen Behandlung. Dennoch können sie von den Betroffenen durchaus als kosmetisch unschön wahrgenommen werden und dadurch den Wunsch nach einer Entfernung der Lipome wecken.
Von Lipomen sind im Gegensatz zum Lipödem, dem Reiterhosensyndrom, nicht nur Frauen, sondern Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Der Vorteil einer Fettabsaugung gegenüber einem normalen Eingriff ist dabei vor allem in der Größe der zurück bleibenden Narben zu suchen. Bei der Liposuktion sind die Narben meist nur minimal, leider gelingt es bei der Fettabsaugung nicht immer tatsächlich das gesamte betroffene Gewebe gezielt zu entfernen. Besonders bei harten Fettgeschwulsten, die einen hohen Anteil an Bindegewebe aufweisen, tut sich die Fettabsaugung sehr schwer.
Ganz anders ist die Sachlage natürlich bei den so genannten Liposarkomen, den bösartigen Wucherungen im Fettgewebe. Diese unterscheiden sich allerdings bereits in ihrer Entstehungsphase erheblich von gutartigen Wucherungen und können so meist sehr gut entdeckt und entsprechend behandelt werden. Aus Sicherheitsgründen ist die Fettabsaugung zur Behandlung allerdings nicht geeignet. Das Risiko, dass bösartiges Gewebe im Körper verbleibt, ist hier einfach zu groß.

